Eidgen. Sängerfest 2015

 

Singen macht Spass

 

Ja, dies war am Schweizer Gesangfest in Meiringen zu hören, zu sehen und zu spüren. Im autofreien Dorfkern traf man fast alle 50 Meter einen singenden Chor, der den Festbesuchern ein Ständchen darbot, einfach so, aus Spass am Singen. Gehobenen Gesang konnte man auf den im Festprogramm aufgeführten Sängerinseln geniessen, wo namhafte Chöre wie der Schweizerische Jugendchor ihr Bestes gaben. Dieser Chor mit 50 Mitgliedern zwischen 16 und 25 Jahren aus der ganzen Schweiz war für Aug und Ohr eine spezielle Freude.

Gemeinsame Sache machten wieder einmal der Frauen- und der Männerchor Wilchingen. Der Car brachte uns zu  verschiedenen Hotels auf dem Hasliberg, wo wir logierten und dann nach Meiringen, wo uns unsere beiden Chorbegleiter zum Willkomm-Apéro erwarteten. Dann trennten sich die Wege der beiden Chöre, denn das Singen vor den Experten war in verschiedenen Kirchen.

Uns Männerchörler übernahm der sehr sympathische „Eingeborene“ Heinz Heim. In urchigem „Halsi-Titsch“ vermittelte er uns viel Wissenswertes über Meiringen. Einsingen konnten wir im Schulhaus und dann war schon unser Auftritt in der Michaelskirche.

Wir freuten uns über die gute Akustik und gaben unser Bestes, den „Himalaja-Marsch“ natürlich mit gelben Chinesen-Hüten, sehr zur Freude des Publikums. Auch der reichhaltige „Speisezettel“ fand Gefallen, was uns die Zuhörenden mit grossem Applaus und erhobenen Daumen signalisierten. Zufrieden und entspannt hörten wir weiteren Chören zu oder schlenderten durch die Festmeile.

 

„Noch em Räge schint d’Sunne“ 

 

So heisst ein altes Volkslied. Für uns war es umgekehrt. So kam es uns jedenfalls vor beim anschliessenden Gespräch mit dem Experten. Er lobte, dass wir, trotz respektablem Durchschnittsalter, alle drei Lieder auswendig sangen und sehr unterschiedliche Lieder ausgewählt hatten. Auch die Idee mit den Hüten und der gute Kontakt zum Publikum vermerkte er positiv. Doch dann folgte eine recht lange Liste von negativen Punkten und Verbesserungsvorschlägen: Kontinuierlicher leiser werden, etwas fader Chorklang weil wir gepflegt singen wollten, zweimal einen halben Ton gesunken. Es hätte ihm „zu wenig Fleisch am Knochen“ gehabt, und das „hinterher Schweizerkäs, Butterbrot…“ habe zu schweizerisch, zu wenig Hochdeutsch geklungen. Es war für uns ein richtiger Bleihammer.

Zum Glück trafen einige von uns anderntags unsere Kantonaldirigentin, welche unseren angekratzten Sängerstolz wieder etwas aufpolierte. „Euer Prädikat entspricht einer Schulnote von einem Viereinhalber.“ Da vermutlich nicht jeder Sänger eine bessere Note hatte im Singen und die Konkurrenz durch Spitzenchöre sehr gross war, fühlten wir uns wieder besser und getröstet. Wünschbar wäre, wenn es bei „Eidgenössischen“ in Zukunft verschiedene Kategorien oder Stärkeklassen gäbe.

 

Sehr gute Organisation

 

Wir staunten über die ausgezeichnete Organisation und die zahlreichen Freiwilligen - eine Meisterleistung für einen Ortskern mit 1200 Einwohnern. In der riesigen Tennishalle wurde uns ein feines Nachtessen serviert. Am Abend war die Wahl des weiteren Programms echt schwierig wegen des breiten Angebots: Konzerte von Spitzenchören, Festhüttenunterhaltung, Beizenmeile, oder Spezialitätenrestaurant? Es gab für jeden Geschmack etwas. - Am Sonntag besuchten wir die Giessbachfälle, wo die vielen Chöre nach einer Führung durchs imposante Grandhotel wiederum ein Ständchen geben konnten. - Ein schöner Abschluss war der Willkomm „dihaam vor em Gmaaandhus“, wo uns die Gemeinde einen Apéro offerierte und man gemütlich verweilen konnte, zusammen mit den turnenden Vereinen, mit Gemeinderat und Dorfbevölkerung. Unser herzlicher Dank gilt der Gemeinde, dem charmanten Chauffeur Hubert und den Zugrossen Heinz, Brigitte, Willi, Edith und Hans  (-l-l)

 

 

Ein paar PS: (nur für Vereinsmitglieder)

  • Ein weiterer Trost für uns war: Bei einem ad hoc Chor auf einer Strassenkreuzung sangen viele von uns inbrünstig mit beim wunderschönen „Luegid vo Berg und Tal“. Der Dirigent freute sich und sagte zu allen: „Danke, ihr wart gut, ja sogar sehr gut!“
  • Glücklich war der ganze Chor, dass Sängerveteran Fritz wieder gefunden wurde und doch  noch Z’Nacht bekam. Er war vom Lied „Ewigi Liebi“, das ein junger Chor unterwegs zur Tennishalle mit viel Gefühl darbot, so hin und weg, dass er den Hunger nicht mehr spürte.
  • Glücklich auch Peter. Nach 3 Fehlversuchen beim Zimmer Nr. 14 auf den 4 Etagen A-Dwar endlich eine Tür nicht verschlossen. Doch als er den Schalter fand und Licht machte, lagen da zwei Frauen im Bett. Er war so verblüfft, dass er nicht mal nach deren Namen fragte oder „gute Nacht“ wünschte. 
  • Wie man vernimmt, ziehen die Verantwortlichen in Erwägung, ein Seminar zu organisierenmit dem Titel: „Frustbewältigung“ oder „Der Umgang mit Lust und Frust“.
  • Der Dank an die Zugrosse am Schluss des Berichtes ist der einfacheren Lesbarkeit halber  nur weiblicher Form; er gilt aber für beide Geschlechter.

 

 

 

Eidg.Sängerfest 3 Männer mit Jungfrau 015.JPG

 

 

Schweiz.Jugend-chor Sängerfest 2015.JPG

 

 

eidg.Sängerfest Apéro v.Gemeinde 025.JPG

 

 Eidg.SF Apéro mit andererm Hintergrund .JPG

 

 
 
www.maennerchor-wilchingen.ch

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