Sängerreise 2018 Teil 2

 

Am nächsten Tag stand die geschichtsträchtige Stadt Dresden auf dem Programm. Pünktlich setzte sich unser Bus in Bewegung und nach einer rund 3-stündigen Fahrt erreichten wir die Stadt. Bereits auf dem Parkplatz wurden wir von einer Kuchenverkäuferin empfangen, die uns die von Gabi empfohlenen „Eierschecken“ verkaufte. Alle griffen freudig zu, hatte sich doch in der Zwischenzeit ein kleines „Hüngerchen“ bemerkbar gemacht.

Eigentlich wäre dann der Besuch einer Orgelandacht in der berühmten Frauenkirche vorgesehen gewesen. Zufälligerweise war aber ein Gottesdienst im Gange, so dass die Kirche nicht betreten werden konnte. Dafür hatten wir für einmal „freien Ausgang“ bis zum Treffpunkt um 13.15 Uhr im Sophienkeller des Pulverturms. Dort wartete ein deftiges Mittagessen (Braten, Blaukraut und Kartoffelklösse) auf uns, das wir sehr genossen. Übrigens, die Bedienung wird dort „Magd“ gerufen, wie vor zweihundert Jahren.

Der nachfolgende Rundgang, wurde angeführt von Heike, unserer Stadtführerin.  Sie zeigte uns mit ihren fundierten Kenntnissen die Sehenswürdigkeiten von Dresden. Angefangen beim Zwinger, einer Schlosspark ähnlichen Befestigungsanlage, beim Nymphen Bad, beim Schloss mit seinen Innenhöfen, bei der Semperoper und schlussendlich bei der Frauenkirche erfuhren wir sehr interessante Einzelheiten. Die meisten Bauwerke, insbesondere die Frauenkirche, wurden erst ganz kurz vor Kriegsende, ganz schwer beschädigt oder zerstört. Alles wurde wieder instand gestellt und rekonstruiert. Die Frauenkirche erstrahlt seit 2005 wieder im alten Prunk.

Der Höhepunkt in Dresden waren für uns jedoch die gesanglichen Darbietungen auf unserem Rundgang. Im Zwinger, auf der Treppe, sangen wir „Steh ich am Waldessaume“, im Schlosshof gaben wir „Schwinge Dich auf“ und „Mala Moja“ zum Besten. Es hatte fast mehr Zuhörer als bei uns am Chränzli und alle zeigten ihre Begeisterung über die unerwartete Darbietung mit kräftigem Applaus. Am Schluss betraten wir die Frauenkirche mit ihrem prächtigen Altar. Fast ehrfürchtig sangen wir auch hier ein Lied aus Schuberts Gloria.

Heike, unsere Führerin, war sehr angetan und gerührt von uns Männerchörlern, und beim Abschied sagte sie, wir hätten ihr Herz berührt und das passiere ihr selten auf ihren Führungen.

Zufrieden fuhren wir zurück nach Apolda, wo wir zu unserer Überraschung von Andy Labahn, Gabi und den Eltern zu ihnen nach Hause eingeladen wurden. Da wurden wir grosszügig bewirtet und natürlich wurde noch lange bei fröhlichem Beisammensein gesungen. Vielen Dank Andy an Dich und die Deinen.

Am letzten Tag machten wir uns auf die Heimreise via Würzburg. Dort, in der „Alten Mainmühle“ kamen wir zum letzten Mal in den Genuss unserer Lieblingsspezialität: „Kartoffelklösse“ und Braten mit Blaukraut.

Gegen 16.00 Uhr war Abfahrt zum letzten Teilstück unserer Reise. Nach ca. dreieinhalb Stunden kamen wir wohlbehalten, aber auch müde von der langen Fahrt, wieder in Wilchingen an.

Bis sich die tollen Eindrücke dieser doch sehr speziellen Reise gesetzt haben werden, wird wohl noch einiges Wasser den Rhein hinunterfliessen. Vielen Dank an das OK und unseren Chauffeur Felix. Es war eine unvergessliche Zeit, die wir in diesen Tagen miteinander verbringen durften.

Fredy Walther

 
 
www.maennerchor-wilchingen.ch

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